Kloster Grüssau in Polen wird Weltkulturerbe
03.04.04 (Allgemein, Kultur Polen)
Das Kloster von Krzeszow/Grüssau in Niederschlesien soll dieses Jahr einen Platz auf der Weltkulturerbe-Liste der UNESCO erhalten. Es zählt zu den eindrucksvollsten Barockbauten in Polen. Das Kloster war im 13. Jahrhundert von den Benediktinern gegründet und später von den Zisterziensern übernommen worden. Die 1728-35 erbaute Abteikirche der Gnadenreichen Mutter Gottes gilt als größte schlesische Barockkirche. Sehenswert sind im Inneren die Ausmalungen von Georg Wilhelm Neunhertz sowie das kunstvoll geschnitzte Chorgestühl. In der Abteikirche befindet sich das Gnadenbild der Madonna mit dem Jesuskind. Größter Kunstschatz in der bereits Ende des 17. Jahrhunderts gebauten St-Josephs-Kirche sind die 50 großformatigen Fresken von Michael Willmann, dem berühmtesten Barockmaler Schlesiens. Neben der Abteikirche befindet sich das Mausoleum der Schweidnitzer Fürsten, das ebenfalls von Neunhertz ausgemalt wurde.